Eine Wurstplatte ist schnell zusammengelegt und sieht trotzdem oft nach wenig aus. Es liegt fast nie an der Wurst – sondern daran, dass alles gleich aussieht und gleich dick geschnitten ist.
- 150–200 g pro Person
- drei Schnittstärken
- mild nach kräftig
- vorher temperieren
Die Menge
Als Beilage zum Abendbrot rechnet man mit 150 bis 200 Gramm pro Person. Wenn die Platte das Essen ist, eher 250 Gramm. Lieber etwas weniger Sorten in ordentlicher Menge als sieben Sorten mit je drei Scheiben.
Die Zusammenstellung
Drei Gruppen, dann wird es von selbst abwechslungsreich:
- Etwas Luftgetrocknetes am Stück – Stracke oder Runde. Das ist der Mittelpunkt.
- Etwas Streichbares – Leberwurst oder Gehacktes, in einem kleinen Glas oder Schälchen daneben.
- Etwas zum Greifen – Pfefferbeißer oder Medis, die man ohne Besteck nimmt.
Der Schnitt macht den Unterschied
| Was | Wie dick |
|---|---|
| Ahle Wurst | Dünn, fast durchscheinend. Je kräftiger die Wurst, desto dünner. |
| Mettwurst | Mittel. Sie soll noch Biss haben. |
| Schinken | Hauchdünn und locker gelegt, nicht flach gestapelt. |
Genau darin liegt der optische Unterschied: drei verschiedene Stärken erzeugen Höhe und Schatten. Alles gleich dick wirkt flach, egal wie gut die Wurst ist.
15 bis 20 Minuten vorher aus dem Kühlschrank. Kalte Wurst gibt ihr Aroma kaum ab. Das ist der billigste Trick überhaupt.
Anordnen
- Von mild nach kräftig legen, am besten im Uhrzeigersinn. Dann isst man sich in die Platte hinein, statt mit dem Stärksten anzufangen.
- Scheiben leicht überlappend in Reihen oder Fächern, nicht als Haufen.
- Streichbares in ein eigenes Schälchen, nicht direkt auf das Holz.
- Zwei, drei Beigaben reichen: Gurken, grober Senf, eingelegte Zwiebeln. Mehr lenkt ab.
Brot und Getränk
Kräftiges Bauern- oder Roggenbrot, in Scheiben daneben, nicht auf der Platte – es zieht sonst Feuchtigkeit. Dazu Butter. Und wenn es passt, ein Bier.